16 Siege auf der 103. internationalen Gießener Pfingstregatta

Am vergangenen Wochenende startete der Marburger Ruderverein auf der 103. internationalen Gießener Pfingstregatta und konnte sich mit 16 Siegen gegenüber der anspruchsvollen Konkurrenz durchsetzen. Das 20-köpfige Team präsentierte sich eindrucksvoll auf dem heimischen Gewässer und bewies damit, dass man als Vereinsmannschaft gegenüber den zahlreichen Renngemeinschaften konkurrenzfähig bleibt.

MRV Frauenvierer bei der Gießener PfingstregattaSo dominierte der Frauen-Doppelvierer mit Lara Kay, Steffanie Wendt, Franziska Hahn und Isabell Fülber die gegnerischen Boote aus Magdeburg, Dresden und Offenbach. Auf der 1000m langen Strecke lieferten sich die Marburger Frauen einen erbitterten Zweikampf mit den Gegnern aus Dresden, den sie zuletzt aber deutlich für sich entscheiden konnten. Ebenfalls stark zeigte sich Benjamin Ringler im Männer-Einer. Der 26 Jährige Routinier siegte am Samstag mit einem klaren Start-Ziel-Sieg und zeigte sich in Topform für die anstehenden Deutschen Hochschulmeisterschaften. Weiter ging es für Ringler am Sonntag, dort qualifizierte er sich für das Finale um den Lahn-Pokal, wo er auf den ehemaligen Welt-Cup Teilnehmer Michael Wieler traf, welchen er am Ende, trotz taktisch kluger Zwischenspurts ziehen lassen musste.

2015 giessen2Auch der Marburger Nachwuchs zeigte sich an diesem Wochenende von einer guten Seite. Im Junioren-Doppelvierer siegten Niklas Blaha, Janik Diels, Tristan Blaha und Noah Meinzer in einem packenden Fotofinish gegen die Ruderer aus Darmstadt und Bad Hersfeld. Darüber hinaus ging der 16 jährige Tristan Blaha am Montag im Senioren-Einer an den Start, um sich mit den bis zu zehn Jahre älteren Gegnern zu messen. Im Sprint zeigte er sich unerbittlich und verwies die Konkurrenz auf die hinteren Plätze und fuhr somit einen hart erkämpften Sieg für Marburg ein. Mit dabei waren natürlich auch die Sportler der U14-Wettkampftruppe, die teilweise das erste Mal an den Start einer Regatta gingen. Wie bereits bei der Regatta in Mannheim zeigte sich hier Thomas Scheld hoch motiviert und konnte im Jungen Einer und Zweier ganze fünf Siege verbuchen und untermauerte damit sein Ziel, sich in der kommenden Woche für den Bundeswettbewerb im Rudern zu qualifizieren. Ebenfalls siegreich waren Paula Bachmann und Hannah Goerlach zusammen mit Leah Blencke, Greta Puvogel und Paula Groth. Lorenz Neeb, Bruno Spät und Simon Mainzer, sowie die erst 9 jährige Tjarde Anderson, die sich gegen die 12 jährigen Gegnerinnen durchsetzen musste, konnten auch einen Sieg für Marburg erringen.

Das Trainerteam des Marburger Rudervereins zeigte sich sehr zufrieden über die Platzierung der Sportler und war sich einig, dass man mit dem Konzept ein breitaufgestelltes Team zu trainieren den richtigen Weg eingeschlagen hat.

Am vergangenen Wochenende fanden auf der ehemaligen Olympiastrecke in Oberschleißheim bei München die 68. Deutschen Hochschulmeisterschaften im Rudern statt. Bereits zum achten Jahr in Folge nahm auch das Team der Philipps-Universität an den Wettkämpfen teil.

Trotz des durchwachsenen Wetters gingen insgesamt mehrere hundert Sportlerinnen und Sportler an den Start. Nachdem das Marburger Team bei den letztjährigen Meisterschaften auf dem Maschsee in Hannover den Gewinn des Unipokals gegen die Technische Universität Dresden nur denkbar knapp verpasst hatte, rechneten sich die Männer und Frauen um die Trainer Daniel Riechmann und Hendryk Planz gute Chancen aus, dieses Mal die Gesamtwertung wieder für sich entscheiden zu können.

dhm2015Für dieses Ziel kämpften insgesamt 14 Marburger Boote um die begehrten Punkte. Am Ende der Regatta standen zwei erste Plätze, ein zweiter und ein dritter Platz zu Buche. Besonders erfolgreich war der Frauen-Doppelvierer um Hannah Klein, Janine Howe, Mara Schulz und Svenja Beer. Die vier Studentinnen erreichten in den Frauenrennen über 500 Meter im Gig-Boot und 1000 Meter im Rennboot jeweils den ersten Platz mit mehr als einer Bootslänge Abstand. Der zweite Frauenrennvierer der Marburger um Schlagfrau Anika Hüfner konnte einen guten dritten Platz erreichen und musste sich neben ihren Teamkolleginnen nur dem Boot der TU Dresden geschlagen geben. Darüber hinaus konnten sich acht weitere Boote für die A-Finals qualifizieren, darunter jeweils zwei Mixed-Achter, Mixed-Gig-Doppelvierer sowie Frauen-Gig-Doppelvierer. In einem starken Feld konnten sich trotz solider Leistungen ein Männer-Doppelvierer sowie ein Männer-Riemenvierer nicht behaupten und mussten den bitteren Gang ins B-Finale antreten. In der offenen Klasse starteten darüber hinaus ein Frauen-Doppelvierer und ein Männer-Einer, die innerhalb der von Leistungssportlern dominierten Wertung Achtungserfolge für sich verbuchen konnten. In der Gesamtwertung der Universitäten erruderte sich die Philipps-Universität einen guten zweiten Platz und wurde somit erneut deutscher Vize-Hochschulmeister. Geschlagen wurde diese tolle Teamleistung lediglich von der TU Dresden, die mit einer fast doppelt so großen Mannschaft startete. Immer mehr deutet sich in der Gesamtwertung des Unipokals somit eine „Erzfeindschaft“ zwischen den beiden traditionsreichen Universitäten an. Zwar konnte das Team aus der sächsischen Landeshauptstadt in den letzten beiden Jahren das bessere Ende für sich verbuchen, Cheftrainer Daniel Riechmann machte jedoch klar, dass auch im nächsten Jahr wieder mit Marburg zu rechnen sei: „Wir sind auf der diesjährigen Hochschulmeisterschaft – wie auch schon in den acht Jahren zuvor – wieder ganz vorne mitgefahren, haben unseren Zenit aber noch lange nicht erreicht. Natürlich wollten wir die Gesamtwertung gerne für uns entscheiden, aber Gewinnen ist für uns auch nicht alles. Wir wollen weiterhin jeden mitnehmen, der sich für eine Teilnahme an den Hochschulmeisterschaften begeistert, und uns nicht ausschließlich an leistungssportlichen Trainingsprinzipien ausrichten.“ Es darf mit Spannung erwartet werden, für welche Überraschungen die Marburger Hochschulruderinnen und -ruderer in der nächsten Saison werden sorgen können. (von S.Brünig/I.Fülber)

                                   

 

Vom 02. Bis 05. Juli 2015 fand der Bundeswettbewerb für Jungen und Mädchen in Hürth auf dem Otto-Maigler-See statt. Bei Temperaturen bis 40 Grad Celsius gingen alle bis an ihre Grenzen.

scheld bw15Für den Marburger Ruderverein und das Land Hessen ging hier Thomas Scheld an den Start, der sich für den Ländervergleich bei der Kasseler Ruderregatta qualifiziert hatte. Der erst 13 Jährige hatte bereits über die Saison gezeigt, dass er zu besten seiner Altersklasse gehört und suchte im Einer den direkten Vergleich mit der bundesweiten Konkurrenz. 

Auf der Langstrecke über 2.000 Meter konnte am Freitag ein klarer zweiter Platz herausgefahren werden, wodurch Thomas Scheld sich direkt für das A-Finale bei der Bundesregatta am Sonntag qualifizieren konnte. Am Samstag stand für das Team der Hessischen Ruderjugend der Zusatzwettbewerb an, bei dem sie zusammen sieben Wurf-, Geschicklichkeits- und Kraftübungen absolvierten und ebenfalls einen zweiten Platz erringen konnte. Spannend wurde es dann am Sonntag bei der Bundesregatta, bei der die Sportler noch einmal direkt auf dem Wasser gegen einander antreten konnten. Trotz einer am Vortag zugezogenen Schulterverletzung entschied sich Thomas Scheld für den Start auf der 1.000 Meter langen Strecke. In einem packenden Kopf an Kopf Rennen musste er sich am Ende aber der Konkurrenz geschlagen geben. Dennoch kann dieses Wochenende als voller Erfolg verbucht werden und der junge Marburger kann sich deutschlandweit zu den besten seiner Altersklasse zählen.

Auch das Trainerteam des Marburg Rudervereins zeigte sich beeindruckt von der Leistung und freute sich, dass ihr Konzept der Jugendförderung voll aufgegangen ist.

 

...machen sich die Ruderer des Marburger Ruderverein am Nikolaustag auf zum letzten Wettkampf der Saison – dem Nikolaus-Vierer der Mainzer Rudergesellschaft. Beim traditionellen Langstreckenwettbewerb auf dem Rhein treten seit Mitte der 1980er Jahren Vierer jeglicher Altersgruppen auf eine Strecke von 3200m gegeneinander an. Neben dem sportlichen Wettkampf steht bei der Regatta auch der besinnliche Abschluss einer langen Rudersaison im Vordergrund.

mainz2015 2Als zweitgrößter teilnehmender Verein trat der Marburger Ruderverein (MRV) mit insgesamt neun Booten und rund 40 Teilnehmern an. Erstmalig wurde die studentische Abteilung des Vereins von drei Masters-Vierern unterstützt. Zu den Masters zählen Ruderinnen und Ruderer, die das 27. Lebensjahr vollendet haben. Die Gruppe um den zweiten Vorsitzenden Andreas Hesse bestand überwiegend aus Ruderneulingen zwischen 30 und 63 Jahren, die zum ersten Mal Wettkampfluft schnupperten. Die neu formierten Teams mussten sich in teils großen Meldefeldern wie befürchtet der Konkurrenz mit langjähriger Ruderverfahrung geschlagen geben. Vertreten in den Bootsklassen Masters-Frauenvierer A (Mindestalter 27 Jahre), Master-Mixedvierer C (Altersdurchschnitt 43 Jahre), D (Altersdurchschnitt 50 Jahre), und E (Altersdurchschnitt 55 Jahre) wurde ein zweiter, zwei achte sowie ein dritter Platz errudert. „Mit unserer Platzierung sind wir noch nicht zufrieden. Jetzt heißt es trainieren, trainieren, trainieren! Saison 2015, wir kommen!“, resümierte Silvia Gutberlet, Ruderin aus dem Masters-Mixedvierer E.

mainz2015 1Im Altersklassement bis 27 Jahren gelang es den Studenten des MRV, erfolgreiche Platzierungen mit einem ersten, drei zweiten und einem dritten Platz zu erreichen. Neben dem sportlichen Erfolg konnte in diesem Jahr erstmal auch ein zweiter Platz im traditionsreichen Wettstreit um den Preis für die beste (Weihnachts-)Verkleidung mit zurück an die Lahn gebracht werden. Als Einhörner verkleidet mussten sich die Marburger lediglich einem aufwendig gestalteten rudernden Eisberg geschlagen geben.

Nach erbrachter Leistung rückten die Marburger bei eisigen Temperaturen zum Abschluss beim gemeinschaftlichen Glühweintrinken zusammen. Hier äußerte sich der 1. Vorsitzende Daniel Riechmann zufrieden über den Tag. „Eine nette und bunt gemischte Wettkampfmannschaft, gute Platzierungen und sogar ein bisschen Sonne, ich hoffe das können wir im kommenden Jahr so wiederholen!“

von Isabelle Fülber, Sascha Brünig

Am vergangenen Wochenende startete das 15 köpfige Kinder- und Juniorenwettkampfteam des Marburger Rudervereins auf der Oberrheinischen Frühregatta in Mannheim. Bei der größten Regatta im südwestdeutschen Raum konnten sich die jungen Sportler mit Gegnern der Spitzenklasse messen und zeigten erneut, dass man aus Marburg starke und technisch gute Ruderer erwarten kann.

mannheim15 2Den ersten Erfolg am Samstag konnten Niklas Blaha und Janik Diels, sowie Noah Mainzer und Maurici Tergau mit einem Doppelsieg im Riemenzweier der 17 und 18 Jährigen einfahren. In einem spannenden Rennen setzen sich die beiden Boote in der technisch anspruchsvollsten Bootklasse gegenüber ihren Konkurrenten aus Ulm, Frankfurt und Nürtingen durch. Diese machten es den Marburgern auf der 1500 Meter langen Strecke keines Wegs leicht, so dass die beiden Marburger Boote erst im letzten Drittel ihre Führung ausbauen konnten und mit einem beherzten Endspurt den Sieg einfuhren. Am Sonntag gingen hier die beiden Leichtgewichtsruderer Mainzer und Tergau erneut an den Start und untermauerten ihre Leistung vom Vortag mit einem starken Start-Ziel-Sieg gegen die Schwergewichte vom Vortag erneut.

Für Spannung sorgte auch Tristan Blaha im Einer derselben Altersklasse, in der er sich mit einem extrem starken Meldefeld konfrontiert sah. Bereits zu Beginn des Rennens konnte er durch seine schnellen und kontrollierten Starts das gegnerische Feld anführen und sich etwas absetzen. Die routinierten Gegner wollten den noch 16 jährigen Marburger jedoch nicht ziehen lassen und so kam es zu kräftezehrenden Zwischenspurts, bei denen sich Tristan Blaha am Ende geschlagen geben musste. Dennoch konnte er an diesem Wochenende einen respektablen zweiten und dritten Platz einfahren.

mannheim15 1Ebenfalls präsentierte sich an diesem Wochenende der seit vier Wochen formierte Mädchenvierer, bestehend aus einer Renngemeinschaft zwischen Marburg und Gießen erstmals auf einer Regatta. Die sonst im Leichtgewicht aktiven Mädchen mussten sich der schweren Auswahl-Mannschaften aus Bayern und Hessen stellen, die aus den besten Ruderern des Bundeslandes bestanden. Trotz der kurzen Vorbereitung konnten die Mädchen von der Lahn eine solide Leistung erbringen, obwohl sie sich am Ende den gegnerischen Mannschaften geschlagen geben mussten.

Nach den guten Leistungen der Junioren wollte natürlich das Wettkampfteam der U14-Mannschaft aus Marburg ihren Vereinskameraden in nichts nachstehen. Hier zeigte sich Thomas Scheld in einem starken Kindereiner der 13 Jährigen als unermüdlich und konnte trotz eines anfänglichen Rückstands das Rennen für sich entscheiden.

Das Trainerteam war sich einig, dass wenn auch nicht alle ihre Leistung wie geplant abrufen konnten, es insgesamt ein sehr guter Start der jungen Sportler in die neue Saison war, da man hier auch erstmalig seit 2010 mit einer breitaufgestellten Mannschaft aus Marburg auf einer solchen hochkarätigen Regatta starten konnte.

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